Produktion

Anschließend wird die Maische in den Läuterbottich gepumpt. Dort sinken die ungelösten Bestandteile der Maische, die Treberteilchen, auf einen mit Schlitzen versehenen Boden, den Senkboden, der sich 2 cm über dem eigentlichen Gefäßboden befindet.
Der auf dem Senkboden liegende Treberkuchen übernimmt nun Filtrationswirkung und trennt die flüssigen (= Würze) von den festen Bestandteilen (= Treber) der Maische. Man spricht vom Läutern (läutern = klären). Die sich unter dem Senkboden sammelnde Würze wird über einen Wechsel (= Hahn) in die inzwischen gereinigte Maischebottichpfanne geleitet.
Der im Treberkuchen zurückbleibende Extrakt wird mit Hilfe einer großen Menge 75-grädigen Wassers (= Nachgüsse) ausgewaschen. Dieser Vorgang wird als Überschwänzen bezeichnet. Der Begriff „schwänzen“ leitet sich aus dem Mittelhochdeutschen ab, denn früher wurden die Nachgüsse durch Schwenken (= schwänzen) eines mit Löchern versehenen Wassergefäßes gleichmäßig auf den Treberkuchen aufgebracht. Im Lesumer Brauhaus wird hierfür eine kleine Gießkanne verwendet. Der gesamte Läutervorgang nimmt bis zu 2 Stunden in Anspruch.


Der zugegebene Hopfen verleiht dem Bier seine feine Bittere, wirkt beruhigend und unterstützt die Haltbarkeit des Produktes.


Whirlpool: Nach Kochende wird die Würze mit einem Großküchenkochlöffel in Rotation versetzt. In einer halben Stunde werden durch Zentripetalkräfte (Flieh-, Scher- sowie Reibungskräfte zwischen rotierender Würze und Gefäßwand und Gefäßboden) beim Kochen ausgeflockte Eiweiß-, Gerbstoffe und nicht gelöste Hopfenbestandteile in der Mitte des Gefäßbodens als Trubkegel separiert/ausgeschieden. Anschließend wird die geklärte Würze durch vorsichtiges Abziehen vom Bodenrand – mitgerissener Trub könnte die Gärung negativ beeinflussen – der Kühlung zugeführt.




Überweißen: Mit beginnender Gärung bildet sich auf der Oberfläche der Würze eine stark zunehmende Schaumdecke, die Kräusendecke. Am Ende der Hauptgärung fällt sie zusammen.
Die hier dargestellten Kräusenstadien in einem klassischen Gärbottich finden so auch im ZKT statt.
Ein kompakter Schaum auf dem Bier zeugt von einem guten Malz sowie guter Maischearbeit.
Nach der Hauptgärung wird die im unteren Teil des ZKT sedimentierte und mit Trubstoffen angereicherte Hefe über einen Wechselhahn abgezogen.
Nach dem druckdichten Schließen des Tankdeckels beginnt die mehrwöchige Reife- und Lagerphase. Unter Druck reichert sich das Bier mit CO2 an und unerwünschte Gärnebenprodukte werden abgebaut..
