Das Brauhaus

Ein altes Waschhaus in Bremen-Lesum wurde 1996 zum Brauhaus umgebaut, nachdem das in Bremen-St. Magnus seit 1993 betriebene 30-Liter-Sudwerk eines amerikanischen Herstellers durch ein selbst gefertigtes 1-Hektoliter-Sudwerk ersetzt wurde. 2002 wurde ein separater Gär- und Lagerkeller angebaut, der einen als Gärgefäß dienenden vier 50-Liter-Fässer fassenden Bierkühler sowie einen als Lagerkeller für acht 50-Liter-Fässer ausgelegten Bierkühler aufnahm.
 
                                 
 Das Brauhaus                                                Sudwerk                                 Durchbruch zum Gär- und Lagerkeller
 
Im Gärkeller befindet sich der 200 Liter fassende Bierkühler, der von 0°C bis +20°C geregelt werden kann. Hier findet die einwöchige Gärung untergäriger Biere statt, in deren Verlauf die Hefe bei für sie günstigen Temperaturen von anfangs 12 bis 15°C bis zum Schluss etwa 8°C den größten Teil des vergärbaren Extraktes (hauptsächlich Malzzucker) in Alkohol und CO2 umsetzt. Die Gärung obergäriger Biere - z.B. Weizenbiere -  findet bei höheren Temperaturen von etwa 22°C in 3 bis 4 Tagen außerhalb des Bierkühlers im Raum statt.
 
 
 
 
Gärkeller
 
Hauptelement des Lagerkellers ist der 400 Liter fassende Bierkühler. Er kann von –2°C bis +20°C geregelt werden. Hier vollzieht sich nach der Hauptgärung in 4 bis 6 Wochen, bei Starkbieren bis zu 3 Monaten, die Reifung und die Anreicherung des Bieres mit CO2 bei Temperaturen um 0°C. Es werden z.B. höhere Alkohole und unerwünschte Gärnebenprodukte durch den Hefestoffwechsel abgebaut. Der vergärbare Restextrakt wird von der Hefe verstoffwechselt und das dabei entstehende Kohlendioxid mit Hilfe von Spundapparaten (Ventilapparate, die einen bestimmten CO2-Druck aufbauen) im Bier gebunden.
 
 
 Lagerkeller                                          
 
2004 wurde ein neues Kesselhaus angebaut und die Propangasversorgung nach außen verlegt und mit dem Brenner fest verrohrt.
    
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 Kesselhaus
 
Beim alten Flaschenabfüller (links) handelt sich um eine Eigenentwicklung, mit der es möglich ist, die Flaschen mit CO2 zu spülen, einen CO2-Druck von 2 bar in den Flaschen aufzubauen und unter diesem Gegendruck die Flaschen langsam ohne Überschäumen zu füllen. Die Leistung beträgt allerdings nur 50 Halbliterflaschen pro Stunde und bei Unachtsamkeit in der Bedienung der Wechsel kommt es zu unfreiwilligen Bierbädern.
 

Der hier abgebildete neue Kesselfüller mit Huborgan zum Anpressen des Füllorgans an die Flaschenmündung erhöht die Abfüllleistung auf etwa 100 Halbliterflaschen pro Stunde.

 
       
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
CI(E)P: Die unerlässliche hygienisch einwand- freie Reinigung der Flaschen und Geräte wird mit dem Reinigungsmittel Neomoscan erreicht.

 

Langrohrkühlung: In Eigenentwicklung wurde in einem 50-Liter-Fass eine lange Kupferwendel fixiert, durch die die heiße Würze fließt. Im Gegenstrom wird Brunnenwasser durch das Fass geleitet.

 
  CI(E)P - Cleaning In Every Place  Dr. Marcuse-Langrohrkühler